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Was sind Ihre Stärken und Schwächen?

Julian Widiger | 08/23/2018

Die Frage nach den Stärken und Schwächen eines Bewerbers wird oft und gerne gestellt in Bewerbungsgesprächen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich dieser Frage stellen und Ihren Gesprächspartner von sich überzeugen.

Um was geht es überhaupt?

Bei der Frage nach Stärken und Schwächen will Ihr Gesprächspartner herausfinden, wie gut Sie sich selbst einschätzen können. Warum ist das für Arbeitgeber interessant? Weil Sie dabei etwas über Ihre Kritikfähigkeit und letztlich auch über Ihre Lernfähigkeit preisgeben. Dadurch bekommt Ihr Gesprächspartner eine Idee davon, ob Sie sich gut in ein Team einfügen können, aber auch, ob Sie bereit sind sich zu verbessern und so sich selbst, Ihr Team und das Unternehmen weiterzubringen.

Ihre Stärken und Schwächen als Bewerber

So beantworten Sie die Frage nach Ihren Stärken und Schwächen

Das oberste Gebot ist wie so oft die Ehrlichkeit. Erzählen Sie keine Märchen! Singen Sie keine Lobeshymnen. Reden Sie sich aber auch nicht klein. Ein einfacher Trick hilft dabei: Vermeiden Sie Superlative. Anzugeben Sie seien der Beste, Schnellste und Schönste, wird Ihnen genau so wenig Pluspunkte einbringen, wie zu jammern Sie seien der Schlechteste, Langsamste und Tollpatschigste.

Um Ihren Gesprächspartner von Ihrer Selbsteinschätzung zu überzeugen, benutzen Sie konkrete Beispiele aus Ihrem Berufsalltag. So zeigen Sie, dass Sie genau wissen, wovon Sie sprechen und nicht nur mit leeren Worten um sich werfen.

„Benutzen Sie konkrete Beispiele aus Ihrem Berufsalltag“

Bonus-Tipp: Verwenden Sie bei Schwächen relativierende Worte. Sagen Sie „manchmal“, „hin und wieder“ oder „ab und zu“. So lassen sich Beispiele zu Ihren Schwächen gut einleiten. Auch zeigen Sie damit, dass Sie wissen, wie oft sich Ihre Schwächen bemerkbar machen. Sie können sich also realistisch einschätzen. Und um das geht es dem Arbeitgeber schliesslich.

Nebst Ihrer Selbsteinschätzung sollten Sie auch immer Ihre Lernfähigkeit betonen. Sagen Sie, dass Sie an Ihren Schwächen arbeiten wollen oder am besten, wie Sie daran arbeiten. Natürlich überzeugen Sie auch hier optimal, wenn Sie ein konkretes Beispiel im Kopf haben.

Das sollten Sie auf keinen Fall antworten

Gerade weil die Frage nach Ihren Stärken und Schwächen so beliebt ist, ist auch die Liste von abgedroschenen Antworten sehr lang. Probieren Sie so gut es geht allgemeine Aussagen zu vermeiden. Antworten wie „Ich bin ein Perfektionist“ oder „Ich bin ungeduldig“ gehören deshalb in einer staubigen Truhe weggesperrt. Solche Aussagen sind leere Worthülsen. Seien Sie konkret und erläutern Sie Stärken und Schwächen an Beispielen.

Vermeiden Sie abgedroschene Antworten und Selbstverständlichkeiten

Genauso schlecht sind selbstverständliche Eigenschaften. Dass eine Ihrer Stärken „Pünktlichkeit“ ist, wird Ihren Gesprächspartner kaum aus den Schuhen hauen. Dies sind selbstverständliche Vorraussetzungen! Überlegen Sie sich also eine kreativere Antwort. Sie haben garantiert mehr zu bieten.

Lassen Sie auch vermeintlich „witzige“ Antworten bleiben. „Meine Schwäche ist Schokolade“ ringt Ihrem Gesprächspartner höchstens ein mitleidvolles Lächeln ab. Mit solchen Antworten zeigen Sie eher, dass Sie das Bewerbungsgespräch nicht allzu ernst nehmen oder sich sogar ab der Fragerei langweilen.

Der Wolf im Schafspelz

Gerne stellen Interviewer die Frage nach Stärken und Schwächen auch indirekt: „Was schätzen Sie am meisten an der Arbeit als Maurer?“ oder „Was fällt Ihnen im Teamwork am schwersten?“. Achten Sie auf solche versteckten Fragen und erinnern Sie sich an die Tipps die wir Ihnen hier mitgegeben haben.

Bild: Rawpixel.com auf Unsplash.com (2017)

Der Autor, Julian Widiger, geboren 1992, ist Masterstudent der Volkswirtschaftslehre an der Universität Zürich. Seit 2014 arbeitet Herr Widiger im Bereich Social Media Management. Aktuell ist er dabei für die Firma DLS in Zofingen und die Stiftung SimplyScience.ch in Zürich tätig. Herr Widiger ist Mitbegründer der Musikplattform Besides Sessions, die seit 2014 unbekannten Schweizer Künstlern über Youtube und weitere Social Media Kanäle einen Online-Auftritt bietet.

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